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Aprilwetter

Einst im April
als der Regen
meine Seele freispülte
sagtest du mir
dass du mich brauchst

nun streift die Sonne
mein Gemüt
und verbrennt
was du damals
in meinen Geist
eingepflanzt hast

wenn dereinst
der Schnee
meine Trauer bedeckt
und meinen Hass verbirgt
wird die kleine Pflanze
den Eispanzer durchbrechen
und die Luft des Maies atmen

- - - Für I. Danke für alles. Trotzdem. - - -

12.6.07 17:33


Mein Anspruch auf Nacht
auf das Leben
das mir am Tage verwehrt war
ward mir gegeben
durch gütige Hände
die ich zu hassen begann
als ich die Einsamkeit
meines Selbst
in den klammen Fingern
der nächtlichen Stille
und in der süßlichen Hitze
im Donnern des Tages
erkannte

Nun blieb ich zurück
mit leeren Händen
allein
mit meinen verzweifelten Schreien
weil ich gewahr wurde
dass niemand mir geben kann
nach was mir verlangt
weil ich es dereinst zu weit
hinter mir ließ

12.6.07 17:25


Ich trat ins Licht
um mich selbst im Dunkeln
stehen zu sehen
um in mein Antlitz zu schauen
um zu finden
was ich auf dem Weg im Finstern
verlor

Im grellen Sonnenlicht
fand ich die Zweifel
die ich zurückgelassen
als ich eintrat
in die Welt des Dunkels

Doch nur ein Spiegel
war geblieben
von dem
was in meinem Herzen brannte

Ein Spiegel
der mich zeigte
wie ich war
wie ich bin
wie ich sein werde
wie ich mich sehen werde
in Ewigkeit
im Gestern und Morgen

Ein Bild
das mich zurücktrieb
in die Schatten
die stets auf meiner Seele lasteten

12.6.07 17:23


Für S.
Tränen aus blinden Augen
benetzen selten
die Hände der Sehenden

…weil das Licht des neuen Tages
den bleichen Schein der Trauer
zu überstrahlen vermag

…weil die Schreie der Vögel
das Flüstern deines Schmerzes
übertönen und verdrängen

…weil, was du fühlst
nie so laut schreit
wie das, was geschah

doch es wird die Zeit kommen,
da die Sonne versinkt,
da die Vögel verstummen,
und dein gequältes Schreien
zur Ruhe kommt

dann hebe an,
dein Klagelied zu singen

13.3.07 23:02


Traum vom Meer
Ich träumte einen tiefgrünen Traum heut Nacht
von Meer und Luft und Traurigkeit
mein Herz zerriss sich am Schreien der Möwen
und meine Lippen bluteten

Hast du dich nie gefragt,
wer sie waren,
die deine Seele zerstörten?

Die See spie leere Augen ohne Lider
die Wolken schrien Warnungen
der Mond verbarg sich hinter bleichen Händen
und die Sterne wandten sich ab

Hast du nie still geweint,
wenn du glaubtest,
dass niemand deine Tränen sah?

Schließlich erreichte ich das rettende Land
und ich konnte wieder sehen
was mich an vergessenen Träumen umgab
ohne mein Selbst zu gefährden

- - - inspiriert von "Come up the stairs" - - - 

10.3.07 20:48


Die Dunkelheit
Griff nach meinem Schatten

Mit klammen Fingern streifte sie meine Seele
Die sich nackt und schutzlos auf dem Boden wand

Aber alle blassen Metaphern
Und kaltverschleierten Bilder waren vergessen
Als ich sah
Welches Licht und welche Wärme deinen Schritten folgt
Wohin auch immer sie dich führen mögen

Wenn es einen Gott gibt

Möge er für dich beten

- - - Für A. - - -

10.3.07 20:43


Am Wegesrand

Die Krähen
wachen über meine Schritte
sie kennen meinen Weg
wohin ich gehe
woher ich komme
was mich treibt

Sie harren des Augenblicks
in dem mein Gewissen
meine Furcht besiegt
in dem meine Schritte länger werden
in dem meine Augen zu strahlen beginnen
in dem mein Geist meinen Körper überwindet
ihm die letzten Kräfte raubt
ihn am Wegesrand zurücklässt
und weitereilt
auf dem Weg zu dir.


 - - - entstanden am XVI. Januarius A.D. MMVII - - -

16.1.07 19:38


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