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Vogelfrei
Die Angst
eines Vogels
vor dem losfliegen

Werden meine Flügel
mich auch diesmal
tragen?

Wird die Luft
unter mir
zerreißen?

Wird die Erde
mich in ihre Arme
hinabziehen?

Die Angst eines jeden Vogels
ist vergessen

im Blau des Himmels

3.12.06 17:23


Große Hure Babylon,
was haben sie dir angetan?

an jeder Häuserecke
an jedem Baum
an jeder Weggabelung
sehen mich
deine traurigen Augen an

Die Welt
ist dir nicht untertan

du
hast sie alle berührt
hast sie alle verführt
hast sie alle gesehen
hast versucht, sie alle zu verstehen

Sie
haben dich getötet
mit einem Wort
einem Blick
einer Berührung

Die Welt

ist dir nicht untertan

2.12.06 18:07


Das Meer in mir
Wenn die Sonne den Beton erwärmt,
trockne ich meine Flügel
von den Tränen,
die ich nachts geweint

Meine Federn haben sich
mit Salz und Wasser
so vollgesogen,
dass ich nicht mehr abheben kann

Wenn der Wind
mir von fernen Meeren erzählt,
rieche ich
nur das Salz in meinen Federn,

das Nacht für Nacht mehr wird.

- - - Möwen am Hafen in Friedrichshafen am Bodensee - - -

1.12.06 23:51


Das letzte Mal
Als ich dich
das letzte Mal sah
klopften
kleine Waldgeister
an die Scheibe

Als ich
am nächsten Tag erwachte
war der Wald
tot

Das Laub
gefallen
die Wurzeln
vertrocknet

A
ls ich zu dir
gehen wollte
versperrte mir
ein reißender Fluss
den Weg

Als ich den Weg
wiederfand
fürchtete ich mich
und betrat ihn nicht

Der Fluss
versiegt
in weiter Ferne
du brauchst ihn nicht mehr

Als ich deinen Schatten
das nächste Mal sah
waren meine Finger
wie trockene Zweige
die an die Scheibe klopfen

Als ich dich
zum letzten Mal ansah
erlosch in mir
der Wunsch nach Wärme

Meine Schritte
schwer
lenke ich fort

von deinem Fenster

30.11.06 18:08


Zer(r)bild meiner selbst
Zerstampft
Von seinen Füßen
Liegt das
Was ich gelebt

Zerstört
Von seiner Stimme
Seinen Schreien
Splittern meine Träume

Zerrissen
Von seinen Händen
Stirbt etwas
Das ich nie gekannt
Das ich nie geliebt
Das ich vermissen werde

29.11.06 19:16


Die Sterne leuchten immer noch
obwohl die Nacht
zum Tag geworden
obwohl die Sonne
ihre grellen Strahlen
über den Himmel schickt

Die Sterne leuchten immer noch
obwohl Krähen
den Himmel zerschnitten
obwohl Wolken
als Vorboten des nächsten Sturms
das Firmament verdunkeln

Die Sterne leuchten immer noch
obwohl
meine blindgewordenen Augen
sie nicht mehr sehen können

- - - Keine große Kunst, weder stilistisch noch sprachlich gesehen hochwertig. Nichtsdestotrotz hängt mein Herz an dieser kleinen Zurschaustellung meines Innenlebens, weil sie es genau so zeigt, wie mir in seinem Entstehungsmoment zumute war. - - -

29.11.06 14:58


 

 

So. Die Scheu und die Minderwertigkeitskomplexe sind insoweit überwunden, als ich diesen Blog eingerichtet habe.

Der Inhalt soll sich eigentlich auf Gedichte beschränken.

Aber wer weiß, was die Zukunft bringt...

 

28.11.06 22:27


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